Therapie
Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, als orthopädische Praxis bieten wir alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren der modernen Orthopädie an.
Akupunktur
Die Akupunktur wurzelt in dem 4000 Jahre alten Erfahrungsschatz chinesischer Ärzte. Aus Aufzeich- nungen, die um 1600 v. Chr. zu datieren sind, weiß man, dass zugespitzte Bambus- und Bronzenadeln zur Behandlung verwendet wurden. Die erste schriftliche Spur ist der „Innere Klassiker des Gelben Fürsten“, eine Anleitung zur Chinesischen Medizin, ca. 300 v. Chr., die die Weisheiten dieser Heilkunst dokumentiert.
Heute bereichert die Akupunktur, über alle kulturellen Grenzen hinweg auch für Orthopäden, die Therapiemöglichkeiten auch der „westlichen Medizin.” Seit 1979 empfehlen Experten der Weltgesundheitsorgani- sation (WHO) die Akupunkturtherapie offiziell bei über 40 Krankheiten. In der Schmerztherapie und für die Heilung chronischer Erkrankungen ist die Akupunktur unverzichtbar geworden.
Die Akupunktur ist bei sachgemäßer Anwendung praktisch nebenwirkungsfrei. Eine besonders schmerzfreie und schonende Therapie ermöglichen speziell geschliffene, sterile Akupunktur-Einmalnadeln. Die Übertragung von Krankheiten ist dabei ausgeschlossen.
Chiropraxis
Damit bezeichnet man in der Orthopädie das „Einrenken” von Wirbeln oder Gelenken (Natürlich sind die Gelenke — auch an der Wirbelsäule gibt es zahlreiche Gelenke — vorher nicht richtig ausgerenkt, stehen also nicht „neben sich”; auch ist dabei nicht buchstäblich ein „Nerv eingeklemmt”. Häufig sind aber die Gelenke in sich verschoben und in dieser Fehlstellung blockiert, wobei die Gelenkkapsel gedehnt wird, und das ergibt dann den oft punktförmigen und meist ausstrahlenden Schmerz, vor allem im Bereich der Wirbelsäule.) Dass Sie etwas „verrenkt” haben, merken Sie oft daran, dass der Schmerz plötzlich, aus heiterem Himmel, aufgetreten ist, zum Beispiel beim Duschen oder beim Bücken.
Aber Vorsicht: Es gibt zahlreiche Ursachen für solche akut auftretenden Schmerzen. Das genannte Symptom ist lediglich ein Hinweis! Ob und wie eine manuelle Therapie bei Ihnen eingesetzt werden kann, sollte nach einer speziellen manualtherapeutischen Untersuchung besprochen werden.
Knorpelschutz
Das Kniegelenk ist das am stärksten belastete Gelenk des gesamten menschlichen Körpers. Bei jedem Schritt, beim Laufen oder beim Treppensteigen wird das Gewicht des Körpers in vollem Umfang auf das Kniegelenk übertragen. Ober- und Unterschenkel werden durch stabile Seiten- und Kreuzbänder mit umgebendem Muskelmantel gestützt. Für die Federung sorgen der innere und äußere Meniskus, zwei halbmondförmige Faserknorpel. Die Gelenkbeweglichkeit wird durch die Knorpelüberzüge auf der Unterseite des Oberschenkels, auf der Oberseite des Unterschenkels, auf der Rückseite der Kniescheibe, sowie durch die Synovia, die visköse Gelenkflüssigkeit, gewährleistet.
Arthrose: die Gelenkabnutzung nimmt in der europäischen Krankheitsstatistik nach der Herzkrankheit den 2. Platz ein. In Deutschland leben schätzungsweise 10 Millionen Menschen mit einer Arthrose. Die Volkskrankheit verursacht jährlich unmittelbare Kosten von ca. 3 Milliarden Euro. Folglich werden die Fragen von Patienten an Ihre Orthopäden: "Herr Doktor, was kann ich gegen meine Arthrose tun?" oder "Wie kann ich die Gelenkschmerzen loswerden?" oder "Kann ich die Arthrose aufhalten oder dagegen vorbeugen?" immer häufiger gestellt.
Therapie: In das Kniegelenk wird das Medizinprodukt Durolane® (sterile 3ml Fertigspritze) des schwedischen Biotechnologie-Unternehmens Q-MED als intraartikuläre Injektion eingebracht. Es enthält 60mg nicht-tierisches, hochmolekulares Hyaluronsäure-Gel in besonders reiner und visköser Form von sehr hoher Qualität (NASHA-Gelperlen). Eine Non Animal Stabilized Hyaluronic Acid-Gelperle besteht aus ca. 10 Milliarden vernetzten Hyaluronsäure-Molekülen mit einem Molekulargewicht von 1 Million Dalton.
Ergebnisse:Die gezielte Knorpelbehandlung bringt oft erstaunliche Erfolge: über 72 % der Patienten beurteilten die Therapie als "gut" oder "sehr gut". Fast alle Patienten berichteten über eine deutliche Besserung der Beschwerden. Es bestand ein deutlicher Rückgang des Belastungs-, bzw. Ruheschmerzes, eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und insgesamt eine Zunahme der körperlichen Aktivität. Die Gelenktherapie lindert die Arthrosebeschwerden im Durchschnitt für 6-12 Monate. Zusätzliche Schmerzmittel können somit eingespart werden.
Operationen
Ambulante Operationen in der
Clinica Vita (www.clinicavita.de).
Das Leistungsspektrum umfasst
folgende Operationen:
- Kniespiegelung (Arthroskopie), Meniskusoperationen
- Ellenbogenoperationen (Epicondylitis, Ulnaris-Syndrom)
- Handoperationen (Carpaltunnel-Syndrom, Ringbandstenosen)
Schmerztherapie
Schmerz ist eine unangenehme sensorische und gefühlsmäßige Erfahrung, die mit akuter oder potentieller Gewebeschädigung einhergeht. Das Wort „Schmerz“ kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „schrecklich”, „grässlich”, „quälend.”
Schmerzerfahrungen sind immer subjektiv und emotional. Man unterscheidet den akuten Schmerz, der eine biologische Warnfunktion des Körpers darstellt, sowie den chronischen Schmerz. Letzterer ist ein sinnloser Schmerz ohne Funktion. Es gilt, ihn rechtzeitig zu bekämpfen, um die Ausbildung eines sogenannten „Schmerzgedächtnisses“ zu verhindern.
Dr. med. Christian Merettig besitzt bereits seit Januar 2001 die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie” bei der Ärztekammer Berlin, Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Spezielle Schmerztherapeuten sind Ärzte, die aufgrund besonderer Kenntnisse und Erfahrungen, unter anderem Tätigkeit in einer Klinik- Schmerzambulanz, die Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen durchführen können.
Stoßwellen
Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) hat sich in den letzten Jahren zu einer neuen wegweisenden Therapieform in der Orthopädie entwickelt. Mit den dabei eingesetzten hochener- getischen Schallwellen können Patienten geheilt werden, bei denen die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Stoßwellentherapie ist eine nichtinvasive Therapie, die dem Patienten die üblichen Belastungen eines chirurgischen Eingriffs erspart, das heißt Operationsnarben und postoperative Infektionsgefahren werden vermieden!
Die ESWT verfügt über ein sehr breites Energiespektrum. Damit kann der Arzt optimal auf die jeweilige Erkrankung einwirken. Stoßwellen sind akustische Schallwellen, die gezielt in einem Brennpunkt (Fokus) gebündelt werden und dort ihre Wirkung entfalten. Stoßwellen werden seit vielen Jahren zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt und haben sich dort vielfach bewährt. Die ESWT wird immer ambulant durchgeführt. Sie dauert ca.30 Minuten. Zur Behandlung werden zwischen 500 und 2000 Stoßwellen appliziert. Die Ortung erfolgt über einen Röntgen-C-Bogen, so dass die Stoßwellen präzise an der erkrankten Stelle wirken.
Physiotherapie
Helfende Hände
Bewegung ist die Grundfähigkeit des Lebens. Physikalische Therapien helfen, diese Fertigkeit wieder zu erlernen.
Die Physiotherapie (griechisch: phýsis „Natur“ und therapeía „das Dienen“) ist eine konservative Behandlungsmethode mit der die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden soll.
Die Behandlungen werden von Physiotherapeuten durchgeführt. Die medizinische Notwendigkeit wird ausschließlich durch Ärzte festgestellt und auf Rezept verordnet. Die Therapie ist an die anatomischen und physiologischen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst. Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei fast immer die Schmerzfreiheit bzw. -reduktion.
In den meisten Fällen von Bandscheibenerkrankungen (ca. 90 %) führt eine konservative Behandlung mittels Physiotherapie, lokalen Injektionen, Akupunktur sowie die kurzfristige Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten zum Erfolg. Im weiteren Verlauf ist häufig eine sportliche Betätigung zum Muskelaufbau notwendig beziehungsweise sinnvoll.
